Anni Weynell
Sie schwamm im Juli 1927 rund um Helgoland bei Windstärke 8 bis 9. Die Besatzung in den Beibooten wurde seekrank,
Anni Weynell schwamm weiter.
Im August 1927 überquerte sie dann in Rekordzeit das Haff.
Im Mai 1928 stellte sie einen Rekord im Dauerschwimmen (25 Stunden) in Breslau auf.
Sie war die erste deutsche Frau, die den Ärmelkanal überquerte.
Nach dem Krieg wurde sie auf Helgoland geehrt.

Annemarie Reimer
Als Frau Unteroffizier machte sie 1914 und 1915 als einzige Kraftfahrerin im deutschen Herr Dienst. Ihren Dienst absolvierte
sie an der Deimelinie zwischen Tapiau und Labiau, später dann in Masuren. Sie war verheiratet mit dem leitenden Arzt am
Kreiskrankenhaus in Tapiau.


Ernst Mollenhauer, am 27.08.1892 in Tapiau geboren und in Königsberg aufgewachsen.
Bereits als Kind griff er zum Zeichenstift und bald danach zur Ölfarbe. Immer stärker wurde
der Wunsch Maler zu werden und die Königsberger Kunstakademie zu besuchen.
Der wohlhabende Vater war nicht gerade begeistert über die Pläne seines Sohnes. Als er
jedoch seinem Freund Corinth ein paar Zeichnungen seines Sohnes vorlegt, erkennt dieser
sofort die Begabung Mollenhauers. Corinth unterstützt ab sofort den Wunsch des Sohnes auf
die Kunstakademie zu gehen und 1913 beginnt Mollenhauer sein Studium bei Professor
Dettmann. Hinzu kamen Studien bei Professor Pfeiffer in der Aktklasse, sowie in der
Graphiker-und Bildhauerklasse.
1914 setzte der Ausbruch des 1. Weltkrieges dem Studium vorerst ein Ende.
Mollenhauer wurde Kompanieführer in Polen, Rußland, Italien und Frankreich.
1918 nimmt er sein Studium an der Akademie wieder auf und ab 1920 war er Meisterschüler
mit eigenem Atelier bei Professor Degner.
Mollenhauer wird Gründungsmitglied der Künstlervereinigung "Der Ring".
1919 lernt er die spätere Künstlerkolonie Nidden auf der Kurischen Nehrung kennen
(gegründet im altbekannten Gasthaus des "Künstlervaters" Hermann Blöde).
Dort lernt er auch die Tochter des Hauses, Hedwig Blöde, kennen.
1920 heiratet Mollenhauer Hedwig Blöde. Das junge Ehepaar zieht in eine kleine Wohnung in
Königsberg.
1922 reist Mollenhauer mit seiner Frau, auf Anraten seines in den USA lebenden Bruders
Frank, in die USA.
1924 kehren sie zurück nach Nidden und Mollenhauer übernimmt die Leitung des
Gasthauses von Hermann Blöde.
Bei der Rückgliederung des Memellandes an das Deutsche Reich 1939 wurde Mollenhauer
las expressionistischer Maler als "entartet" abgestempelt und erhielt ein sofortiges Mal-und
Ausstellungsverbot von den Nazis.
Seine Bekanntschaft mit Thomas Mann, die langjährige Betreuung von dessen Haus in
Nidden, die Aufnahme jüdischer Gäste und die Weigerung, das Haus der Partei zu öffnen,
brachte ihm die ständige Bedrohung einer Verhaftung durch die Gestapo ein.
1945 wurde das gesamte bisher geschaffene künstlerische Werk Mollenhauers, fast 25 Jahre
seines Schaffens, von sowjetischen Truppen zerstört oder verschleppt. Nur wenige Bilder
blieben im Westen Deutschlands erhalten.
1946 zieht Mollenhauer nach Kriegsgefangenschaft in Dänemark und in einem englischen
Lager in Schleswig-Holstein, nach Kaarst bei Düsseldorf.
1950 bezog er ein Atelier in Düsseldorf. Mollenhauer reist oft durch Deutschland, Österreich,
Frankreich und Holland, immer auf der Suche nach einem fernen Ersatz für Nidden.
Bis er schließlich in Keitum auf Sylt ein Sommeratelier einrichtet.
Am 03. April 1963 starb Mollenhauer in Düsseldorf und 1973 seine Frau in Mainz.
Beide sind in Keitum auf Sylt, neben der Dorfkirche begraben.

Ernst Mollenhauer hat nach 1945 seine Heimat nie wiedergesehen.
Über sein Grab ziehen Wolken und Wind und der Blick geht über das Wasser des Watts, wie
es ähnlich auch in Nidden gewesen wäre.
Anläßlich des 150-jährigen Gründungsjubiläums der Königsberger Kunstakademie, zeigte die
Kunstgalerie Kaliningrad 1995 eine umfassende Ausstellung seiner Bilder.